Kapverdische Inseln

WO ?

17.07.2012 bis 31.07.2012

Der Start in die Sonne fand an einem regnerischen Tag statt. Ein Tag der besser in den Spätherbst gepasst hätte, als in den Sommer. Besser konnte es deshalb nicht kommen. Die Aussicht auf zwei Wochen strahlenden Sonnenschein stimmte uns doch sehr zuversichtlich.

Die Flugdauer betrug etwa 5 Stunden und 45 Minuten.

Der Flug ging über Nordfrankreich, den Atlantik und Nordspanien hinweg, über Portugal und weiter Richtung spanische Inseln, an Marokko vorbei, runter nach Kap Verde.

Wir flogen in einer Boeing 737-800, hatten einen ruhigen Flug und waren guter Dinge. Nur die Kopfhörer waren nicht besonders, es war keiner zu bekommen der nicht krächzte.

Da gibt es auf jeden fall Verbesserungsbedarf, auch wenn diese "nur" 3 € kosteten.

Ein paar Infos zu den Kapverdischen Inseln, im speziellen natürlich zu unserer Urlaubsinsel Boa Vista:

 

Die Kap Verden wurden 1456 entdeckt und schnell zum Zentrum des Sklavenhandels, das war um 1466.

1731 wird Praia die Hauptstadt der Kap Verden. 1810 bis ca. 1855 war Salz das wichtigste Exportgut, sowohl auf Boa Vista als auch auf Sal, daher auch der Name der Insel.

1975 Entlassung der portugisischen Kolonie in die politische Unabhängigkeit.

 

Die Kapverdianer sind religiös eingestellt, ca. 80% sind katholisch 10% protestanten und die anderen 10% teilen sich Zeugen Jehovas, Anglikaner und andere.

Boa Vista ist die drittgrößte Insel der Kap Verden.

Die Hauptstadt Boa Vistas ist Sal Rai (königliches Salz) gefolgt von dem zweitgrößten "Dorf" der Insel, dem Hotel Riu Touareg und der ehemaligen 800 Bewohner großen Stadt Rabil.

 

Weitere Informationen findet ihr unter Reisetipps

Flughafen von Boa Vista

Nach der Landung auf dem Internationalen Flughafen von Rabil, wurde doch sehr daruf geachtet das die Passagiere auf dem Zebrastreifen gehen. - Es war belustigend, da auf dem Flughafen kein Auto fuhr und unsere Maschiene die einzige Maschine für Stunden war.

 

Auf jeden Fall schlug uns ein angenehmes Klima entgegen ca. 30 bis 35 Grad Wärme bei trockener Luft und angenehmen Wind. Das war doch ein erfreulicher Unterschied zu den Wetterverhältnissen in Köln.

 

Nach der Passkontrolle und dem einladen der Koffer, sprang eine TUI-Mitarbeiterin in den Bus und schmetterte uns das Motto der nächsten zwei Wochen entgegen:

""NO STRESS", Sie sind jetzt auf den Kap Verden Ihr Urlaub hat angefangen, Sie brauchen sich ab jetzt um nichts mehr kümmerm. Die Koffer werden auf die Zimmer gebracht sobald diese den Aufkleber mit der Zimmernummer erhalten haben."

Die Fahrt ging über holpriges Kopfsteinpflaster mit Löchern. 

Slalomfahrt war angesagt!

Weiter ging es über Sand und Steinpisten. Die letzten Kilometer gab es dann doch wieder asphaltierte Straßen.

Die Fahrt zum Hotel dauerte ca. 30 bis 40 Minuten und war echt abenteuerlich gerade dann wenn uns ein LKW entgegen kam.

Das Hotel war klasse.

Nachdem wir unsere Markierungen bekommen hatten, erkundeten wir die Hotelanlage.

Die Mitarbeiter waren sehr freundlich, wenn etwas nicht in Ordnung war, wurde sich sofort darum gekümmert.

Auf der Insel gibt es zwei RIU Hotels das Karamboa und das Touareg wo wir eigecheckt hatten. Das Touareg hat einen riesigen Strand reichlich Platz und sieht aus wie eine riesige Sandburg, doch die Brandung ist keinesfalls zu Unterschätzen.

Zeitweise mußten die Touristen reihenweise mit der Bare rausgeholt werden. Abends sah man diese dann mit Krücken Halskrause, Bandagen und Armschlingen beim Essen. Die Anlage ist sehr weitläufig und gepflegt.

 

Jetzt hieß es wirklich NO STRESS, Essen und Trinken rund um die Uhr---da braucht man keine Uhr!!!

 

Bilder von unserem Hotel den Ausflügen und weitere findet ihr unter Fotos/Videos

 

Die abendlichen Shows waren lustig, unterhaltsahm und recht professionell, zumal sich in den 2 Wochen die Darbietungen, welche jeden Abend um 21.00 Uhr begannen, sich nicht wiederholten.

Nach jeder Show wurden wir auf englisch ermahnt "No Stress,-- ihr seid auf den Kap Verden". Den Satz hatten wir den auch bald verinnerlicht, egal was war ---- NO STRESS----

Eines abends, nachdem wir bereits an einem Ausflug zur Beobachtung der "unechten Karettschildkröten" teilgenommen hatten, packte uns der Mut und wir gingen bei einer Vollmondnacht an den Strand, um selber Schildkröten zu beobachten.

 

Wir setzten uns in die Nähe der Brandung und beobachteten das Wasser. Es dauerte tatsächlich nicht lange und eine Schildkröte brach durch die Wellen und erklomm den Strand.

Wir harten in geduckter Haltung aus und beobachteten wie die Schildkröte einen Nistplatz suchte und suchte und suchte und fand, der ihr dann auch endlich zusagte.

 

Wir saßen mit einem frisch gebackenen Hochzeitspaar da, als sich plätzlich von hinten zwei dunkle Gestalten auf uns zubewegten. Es sah aus als hätten sie Jogginganzüge an, doch unverkennbar trug einer auf dem Rücken eine Kalaschnikow mit sich.

"Das wars, jetzt sind wir fällig!" schoß es uns durch den Kopf. Eheringe, Armbänder alles wurde abgedeckt.

Einer der Männer sprach uns auf portugisisch an. Wir sprachen und verstanden kein portugisisch und die beiden kein englisch so versuchte jeder dem anderen etwas mitzuteilen und keiner verstand den anderen, bis meine Frau leise aber eindringlich flüsterte: "Tortuga, Tortuga, Tortuga", und fuchtelte mit dem Arm in Richtung der Schildkröte die wir gesehen hatten.

Dann viel endlich der Groschen und das Herz stieg aus der Hose empor. Die beiden waren zum Schutz der Schildkröten da und bewachten den Strand, denn sie unterhielten sich kurze Zeit später mit einem von den Freiwilligen der Turtle Foundation.

Uff. Nochmal gutgegangen.

 

Auf unserem Rückzug vom Strand in Richtung Hotel, beobachteten wir einen größeren Schatten,--- etwas landeinwärts.

In Indianermanier hockten wir vier uns hin und beobachteten und beobachteten; schliechen im respecktvollen Abstand um den Schatten herum.

Nach 15 Minuten gaben wir auf, unteranderem aufgrund der letzten Erfahrung.

 

Auf dem Bild seht ihr was wir beobachtet hatten---------da hätten wir lange aufs eierlegen warten können!!!!

Stahlbetontonne
Rasterman

Und neben  dem Hotelbereich am Strand saß er Rasterman der seine Andenken verkaufte, handelte und manchmal verschenkte.

Er war echt cool drauf.

Ein Teil des Teams

Einen Dank an die Mitarbeiter der Reception, die immer freundlich und hilfsbereit waren.

Tolles Team

Rückflug über Sal nach Köln

Und leider hat auch der schönste Urlaub einmal ein

 

ENDE !!!

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© Marc Weustenfeld